EXPOFORMER
Kreativer Messestand

In vier Schritten zum kreativen Messestand

Bestimmt sind Sie schon auf kreative Inszenierungen gestossen und haben sich hinterher gefragt: Wie kommt man auf solche Ideen? Wir haben den kreativen Köpfen über die Schultern geschaut und stellen fest: Kreativität ist meistens ein definierter Prozess mit klaren Spielregeln für das Team. Lesen Sie in diesem Blogpost, wie Sie in vier einfachen Schritten Ideen für ihren Messeauftritt entwickeln.

Schritt 1: Finden Sie die Geschichte, die zu Ihnen passt

Aus Geschichten schöpfen wir unser grösstes kreatives Potenzial. Wir lieben es, Geschichten zu erfinden und auszugestalten. Sowohl in der Ideenfindung als auch in der Umsetzung bilden diese deshalb die Basis für „kreative“ Ideen.

Unternehmen bieten in der Regel einen unendlichen Fundus an eigenen Geschichten. Um die richtige Geschichte zu erzählen, müssen wir uns während des Brainstormings folgende Fragen stellen:

- Was wollen wir erzählen? (Messebotschaft und Innovation)

- Wem wollen wir es erzählen? (Anspruchsgruppen bei den Besuchern) - In welcher Emotionalität wollen wir erzählen?

- Welche Erfolgsgeschichten stecken hinter unseren Produkten und Lösungen?

- Welchen Nutzen bringen unsere Produkte und Lösungen

Ein Beispiel: Wir wollen ein Messesystem verkaufen, welches das erste luftgestützte der Welt ist und sich sogar von einem fünfjährigen Kind in sehr kurzer Zeit aufbauen lässt. Mit Emotionen lassen sich gute Geschichten erzählen – und so sehen wir beispielsweise einen kleinen Jungen vor uns, der gerne Drachen steigen lässt. Auch der Erfinder dieses Messesystems liess sich von diesem Bild inspirieren: Er nahm sich die prallen, mit Luft gefüllten Luftstützen des Skite-Drachens zum Vorbild und sagte sich: Daraus können wir ein Messesystem bauen. Eines, das ultraleicht, kompakt transportierbar und kinderleicht im Aufbau ist. Einen Messestand auf Knopfdruck.

Unsere kurze Geschichte mit dem Jungen und seinem Drachen lässt sich beliebig ausbauen, das kreative Potenzial ist schier grenzenlos.

Grundregel: Bilden Sie die Geschichte so einfach und kindlich naiv wie möglich. Während des Brainstormings gibt es auf gar keinen Fall Sätze wie „Das geht nicht“, „Das können wir nicht“ oder „Das ist zu teuer“. Eine solche Ablehnung bremst die positiven Gedankengänge!

Schritt 2: Lassen Sie sich inspirieren

Erstellen Sie zur passenden Geschichte ein digitales oder analoges Stimmungsbrett. Ziehen Sie alles zu Rate, was Sie finden können. Inspirationen finden Sie auch unter designboom.com, pinterest.com oder auf anderen Plattformen für Architektur und Lifestyle.

Das Ziel des Stimmungsbretts ist, dass das Projektteam bereits eine Vorstellung entwickelt: Welche Tonalität wählen wir, mit welchen Emotionen spielen wir und wie lassen sich die Ideen auf dem Messeplatz umsetzen?

Ein inspirierendes Stimmungsbrett zeigt Bildwelten, unkonventionelle Inszenierungen, Farbwelten und Menschen. Es zeigt einfach alles, was für die Geschichte und deren Umsetzung relevant sein kann.

Schritt 3: Erzählen Sie eine einprägsame Geschichte

Design ist die Reduktion auf den wesentlichen Nutzen einer Sache. Um eine Geschichte in anziehendes Messedesign zu übersetzen, braucht es den Mut, Elemente wegzulassen. Denn nur einfach erzählte Geschichten bleiben in Erinnerung.

Kommen wir zurück zu unserem Jungen, der einen Drachen steigen lässt. Benutzen wir dieses Bild, um das neue, kompakte, ultraleichte und luftgestützte Messesystem zu vertreiben. Besonders dann, wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt, empfiehlt es sich, dieses mit Bekanntem zu assoziieren. Über Metaphern lässt sich der Nutzen eines Produkts sofort in den Köpfen verankern. Die Verbindung zwischen dem Bild des Jungen, der einen Drachen steigen lässt, und dem effektiven Produkt drückt sich im Claim oder in der 1-line-message aus:

WindScape: Das erste luftgestützte Messesystem der Welt!

Selbstverständlich bietet diese kleine und reduzierte Geschichte einen Fundus an Ideen, die dreidimensional als „Messedesign“ in Frage kommen. Darauf wollen wir hier nicht näher eingehen. Viel wichtiger sind die in Schritt 4 abgeleiteten Massnahmen, welche die Messeteilnahme dann wirklich zum Erfolg machen.

Schritt 4: Planen Sie messewirksame Aktivitäten

In unserer Anleitung stellt Schritt 4 die emotionale Verstärkung unserer Anstrengungen dar. Schritt 4 bildet das zentrale Element des gesamten Auftritts und steht für das eigentliche Erzählen der Geschichte.

Im Zentrum stehen diese Fragen:

- Wie schaffen wir es, dass unsere „Traumtermine“, die normalerweise nicht auf der Messe erscheinen, zu uns auf den Messeplatz kommen?

- Was bieten wir unseren Wunschinteressenten?

- Wie sprechen wir Messebesucher an, die keine Einladung von uns erhalten haben? - Welche Botschaft teilt das Messeteam den Besuchern mit?

- Was passiert nach der Messe mit den A-Leads und den konkreten Vereinbarungen?

Wenn wir nun die Geschichte mit dem Knaben anschauen und daraus die Antworten zu den Fragen ableiten oder erarbeiten, werden Sie rasch merken, dass die kreativen Ansätze nur so sprudeln. Probieren Sie es doch gleich selbst aus.